Ein roter Faden durch 80 Jahre Entwicklungsarbeit

Die Entwicklung von Epoke-Produkten verläuft als ununterbrochene Linie. Jedes neue Produkt ruht auf den Schultern früherer Produkte, und das heißt, dass die tragenden Prinzipien im Produktprogramm 2016 dieselben wie die vor 40, 50 oder 60 Jahren sind. Wir blicken auf die Produktentwicklung der vergangenen 80 Jahre zurück.

In den 1930er‑Jahren wurde der erste Streuteller aus der Taufe gehoben; er war aus Holz hergestellt und wurde unter einem konischen Trichter montiert, der so den Streuer darstellte. Der Streuer wurde an der Heckklappe eines Lkws befestigt, dessen Ladefläche als Sandbehälter diente, und das Streugut wurde per Handkraft von der Ladefläche in den Trichter befördert.

Der Streuteller wurde von einem geschwindigkeitsabhängigen Friktionsrad angetrieben, das Druck auf die Hinterräder des Lkws ausübte; 2012 eine einfache und völlig selbstverständliche Konstruktion, die in den 1930er‑Jahren jedoch eine revolutionierende   Neuerfindung war.

Vergleicht man einen Streuteller und ein Straßenrad anno 2012 mit dem Vorgänger aus den 1930er‑Jahren sind die gemeinsamen grundlegenden Prinzipien leicht erkennbar.

50er‑Jahre
In den 1950er‑Jahren kam die nächste Neuerfindung: Das Epoke-Prinzip, bei dem ein unbelastetes Förderband den problemlosen Start des Streuens gewährleistet. Diese Lösung wurde patentiert und wird als großer Schritt in Richtung Verbesserung der Streuer und des Streuens betrachtet.

Der Erfolg war spürbar, und das Unternehmen entwuchs dem eher bescheidenen Rahmen im süddänischen Städtchen Vejen. 1957 stand eine neue Fabrik bereit, und Epokes Produkte wurden gleichzeitig außerhalb der dänischen Landesgrenzen eingeführt,   beginnend mit Norwegen als erstem Exportmarkt. Nachlaufstreuer machten weiterhin den Hauptteil der Produktion aus, wobei Mitte der 1960er‑Jahre die ersten Aufsatzstreuer für Lkws eingeführt wurden und eine neue Epoche begann. Die Geräte waren
zu Beginn hundertprozentig mechanisch und wurden durch Ketten gesteuert, lediglich die Fernbedienung war elektronisch.

60er‑Jahre
Im Laufe der 1960er‑Jahre wurde der Export auf ganz Europa und auf Nordamerika erweitert und in den 1970er‑Jahren wurde das Straßenrad mit variablem Druck eingeführt. Die patentierte Erfindung machte den Streuer vom Lkw unabhängig und brachte solide
Marktanteile in ganz Europa mit sich.

70er‑Jahre
In den 1970er‑Jahren führten nordamerikanische ebenso wie europäische Behörden umfangreiche Versuche mit befeuchtetem Salz durch. Epoke hielt auch hier Schritt, und zum Ende des Jahrzehnts vermarktete das Unternehmen den ersten Aufsatzstreuer mit Befeuchtung. Gleichzeitig konnte eine ganz besondere Verkaufszahl gefeiert werden, als 1979 die Gesamtzahl verkaufter Streuer in der Unternehmensgeschichte die 50.000 erreichte. Die Produktions- und Lagereinrichtungen wurden wieder einmal zu eng, und neue Gebäude wurden den bereits vorhandenen hinzugefügt.

80er‑Jahre
Die elektronische Fernbedienung, die in den 1980er-Jahren eine große Errungenschaft war, bedeutete eine erhebliche Entlastung der Arbeit des Fahrers, und die synchrone Funktion ermöglichte eine wesentliche Verbesserung der Streuqualität.

90er‑Jahre
Bereits in den 1960er-Jahren führte Epoke umfassende Tests bezüglich des Solestreuens durch, und 1990 wurden die ersten Solestreuer patentiert und in Skandinavien, Italien und den USA verkauft.

Die 1990er-Jahre waren außerdem das Jahrzehnt, in dem das Unternehmen die ISO-Zertifizierung erhielt und die ersten digitalen Fernbedienungen (EpoBasic und EpoMaster) vermarktet wurden.

2000
Das neue Jahrtausend wurde mit der Einführung der SIRIUS-Serie eingeleitet, die heute die winterlichen Straßen auf den traditionellen Märkten wie Europa, Kanada und die USA befahrbar hält, sich aber auch auf neuen Märkten wie China, Iran und Russland Geltung verschafft.

Mit der Einführung der EpoSat hielt 2005 die Informationstechnologie ihren Einzug in die Produktpalette des Unternehmens. Das satellitengesteuerte Streuen hat die Arbeitsbedingungen der Fahrer verbessert, die sich nun zu 100 % auf den Verkehr konzentrieren können, während die Technologie gleichzeitig dafür sorgt, dass jedes Mal gleichmäßig gestreut wird.

2012
2012 wird das Bild von einer wesentlich erneuerten Produktpalette geprägt sein: SIRIUS AST, der eine Weiterentwicklung der SIRIUS-Serie darstellt, der Hoch-geschwindigkeitsstreuer SIRIUS COMBI AST, der Sole, Trockenstoff sowie befeuchteten Trockenstoff streut, der Solestreuer VIRTUS AST, der vor allem in Skandinavien und Russland mit Begeisterung aufgenommen wurde, und der Schneckenstreuer CERTUS AST, der sich besonders an die Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz wendet.

Von der Schmiedewerkstatt in einem Hinterhof zur modernen Fabrik mit Laserschneidern und Roboterschweißern – der rote Faden ist immer noch intakt und führt das Unternehmen in eine neue Epoche.